Nachfolge im Gemeinderat: Die Wählerinnen und Wähler sollen entscheiden

Nachfolge im Gemeinderat: Die Wählerinnen und Wähler sollen entscheiden

Die SVP hat ihren Kandidaten für die Nachfolge von Gemeinderat Beat Feurer nominiert. Die GLP Biel/Bienne stellt den Anspruch der SVP auf den Sitz nicht infrage – wohl aber die Nomination und das Verfahren.
Illustration: Rathaus Biel mit Wahlurne

Eine Black Box
Die GLP gehört nicht zur bürgerlichen Allianz und war am Nominationsverfahren nicht beteiligt. Zur nominierten Person lässt sich heute kaum etwas sagen: Wer steht dahinter, welche Fähigkeiten bringt sie mit, wie würde sie sich im Amt schlagen? «Wir sind effektiv leicht ratlos», sagt Co-Präsident Marcel Suter. Geliefert werde eine Black Box.

Wer entscheidet?
Beim automatischen Nachrutschen käme die Nomination ohne Volkswahl zustande – während ein Kandidat, der auf der bürgerlichen Liste ausgezeichnet gewählt wurde und dessen Erfahrung bekannt ist, nicht zum Zug käme. «Es geht wirklich um die Frage, ob diese Entscheidung nicht die Wählerinnen und Wähler treffen sollten», so Marcel Suter.

Hohe Anforderungen
Die Nachfolge betrifft voraussichtlich die Finanzdirektion. In der angespannten finanzpolitischen Lage der Stadt stellt dieses Amt hohe Anforderungen.

Wie es weitergeht
«Wir überlegen uns ernsthaft, das zu bestreiten», sagt Marcel Suter. Eine Bestreitung braucht 3000 Unterschriften in vier Wochen – das stemmt keine Partei allein. Die GLP macht ihren Entscheid deshalb davon abhängig, ob weitere Parteien eine Bestreitung mittragen.

Zum Artikel im Bieler Tagblatt / ajour.ch